Rui dos Reis

Rui dos Reis

geboren in Lissabon, Portugal. Er begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren in Lissabon. Später studierte er am Genfer Konservatorium Harmonielehre, Kontrapunkt, Orchestrierung, Komposition, Cembalo und Klavier. Von 1970 bis 1979 arbeitete er als freischaffender Musiker für Fernsehshows, Musicals und Aufnahmen in Portugal. 1986 erhielt er den Portugiesischen Pressepreis für die beste Orchestrierung.


Nach 25 Jahren musikalischer Aktivitäten in der Schweiz (beispielsweise Begleitung von Chören, Balletts, Sängern, in Opern und Theatern, Aufnahme mehrerer CDs, Titularorganist in Montreux) siedelte er Anfang 2004 in die USA über. Zwischen 1988 und 1994 tourte er mit dem Schweizer Flötisten Ilan Horowitz, mit dem er auch vier CDs aufnahm. 1989 war er Pianist beim Eurovision Song Contest in Lausanne. Mit der kanadischen Sopranistin Natalie Choquette arbeitete er 1993/94 auf einer CD und live zusammen.

Neben einer Reihe von Solo-CD-Aufnahmen hat Rui dos Reis auch einen Filmsoundtrack komponiert. Nach einer Vorlage des Schweizer Autors Patrick Stocco schrieb er 1995 die Kantate „Meditatio XX1“, die den Opfern der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki gewidmet ist.


1996 nahm er erneut am Eurovision Song Contest teil, diesmal in Oslo, wo er Produzent und Arrangeur für den Schweizer Beitrag war. Im Herbst des gleichen Jahres schrieb er eine Komposition über „Alice im Wunderland“. Für die Krebstherapie von Dr. Carl Simonton schuf er ebenfalls eine CD. Anläßlich des 75jährigen Jubiläums der Internationalen Schule in Genf entstand ein zweisprachiges Musical für Solisten, Kinderchor, gemischten Chor und Kammerorchester namens „S.O.S. Geneva“. Seit 2002 hat er sich außerdem auf Transkription und Aufnahme von computerbasierter Musik spezialisiert.