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Stralsunder Orgel-Triumvirat wieder komplett

Martin Rost: Orgel in St. Jakobi zu Stralsund

„Orgelstadt Stralsund“ – seit 2002 träumen die Stralsunderinnen und Stralsunder von dieser Vision, die Ehrenbürger Prof. Gottfried Kiesow einst für ihre Stadt hatte. Angesichts dreier historischer Monumentalorgeln in den drei Hauptkirchen St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi ist diese Bezeichnung auch nicht zu hoch gegriffen, denn es gibt wohl kaum eine andere Stadt in Deutschland und Europa, in der so bedeutsame Instrumente auf so engem Raum zu finden sind.
Die Orgel in der Kirche St. Jakobi allerdings hatte lange Zeit schwer zu leiden und war nach dem Zweiten Weltkrieg im Prinzip unspielbar geworden. Erst der 2017 begonnene Orgelneubau durch die Orgelwerkstatt Kristian Wegscheider konnte diese Lücke schließen. Hier ist in bewusster Anwendung der besten Konstruktionsprinzipien des 18. Jahrhunderts ein neues Meisterwerk entstanden, das hinter dem rekonstruierten Prospekt der Richter-Orgel von 1741 seinen Platz gefunden hat.
Der Abschluss der Arbeiten an der Jakobi-Orgel markiert nun den Punkt, an dem der Traum Wirklichkeit geworden ist und diese wunderbaren Instrumente zusammen weit ins Land ausstrahlen sollen. Das geschieht in zwei Ebenen. Zum einen gibt es die Stralsunder Orgeltage 2020, bei denen die festliche Orgelweihe in St. Jakobi am 19.9. und das Abschlusskonzert ebendort am 27.9. eine große Anzahl weiterer Veranstaltungen in allen drei Kirchen rahmen. Zum anderen erblickt auch die erste CD an der neuen Orgel von St. Jakobi, eingespielt quasi unmittelbar nach den letzten Handgriffen der Orgelbauer, im Rahmen dieser Festwoche das Licht der Welt. Martin Rost spielt Werke von Johann Sebastian Bach sowie aus dessen Lehrer- und Schülergeneration, darunter eine Weltersteinspielung der Choralvariationen „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ von Daniel Magnus Gronau.

 

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