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Zum Tod von Colin Mawby

Tod, wo ist dein Sieg?

Am 24.11.2019 ist der britische Komponist Colin Mawby im Alter von 83 Jahren verstorben. Er zählte zu den profiliertesten zeitgenössischen Kirchenkomponisten, dessen Werke von vielen Chören gern aufgeführt wurden, da sie Spiritualität, Sanglichkeit und Herausforderung in einem klugen Maß vereinten. 2006 wurde Mawby für seine Verdienste um die Kirchenmusik mit dem päpstlichen Gregoriusorden ausgezeichnet. Obwohl grundsätzlich katholisch inspiriert, verstand der Komponist sein Schaffen auch als Beitrag zur Ökumene und beschäftigte sich beispielsweise in mehreren größeren chorsinfonischen Werken mit Martin Luther und der Reformtheologie. Anderthalb Jahrzehnte lang leitete er die Kirchenmusik an der Westminster Cathedral, später baute er die Chöre der irischen Rundfunkgesellschaft RTÉ neu auf.

In Deutschland sorgten vor allem der von Hans-Peter Bähr geleitete Musikverlag Dr. J. Butz (Bonn) und die Biederitzer Kantorei (Magdeburg) unter Michael Scholl für die Verbreitung und Popularisierung von Mawbys Werken, ersterer durch zahlreiche Notenausgaben, letzterer durch eine Reihe von Aufführungen, darunter etliche Uraufführungen groß besetzter Werke. Beim querstand-Label erschienen insgesamt vier CDs mit Kompositionen Mawbys: „Tod, wo ist dein Sieg?“ mit den Westfälischen Kammersolisten, die Advents- und Weihnachts-CD „Singt, ihr Engelchöre!“ mit dem Vocalconsort Leipzig, „Cantate Domino“ mit dem dresdner motettenchor sowie „Reformationskantaten“ mit der Biederitzer Kantorei.

Unser Mitgefühl gilt Colin Mawbys Angehörigen und Freunden sowie allen, die um ihn trauern.

 

Zur Website des Musikverlages Dr. J. Butz

Zur Website der Biederitzer Kantorei

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